Buchempfehlungen der DGPFG (Rundbrief 1/2004 Nr. 28)

Frauen-Heilkunde und Geburts-Hilfe
Integration von Evidence-based Medicine in eine frauenzentrierte Gynä#kologie. 2004. Maria J. Beckermann / Friederike M. Perl (Hrsg.)
Das lang erwartete Fachbuch, das von Expertinnen aus Klinik und Praxis verfasst wurde, ist im Oktober 2004 im Schwabe-Verlag Basel erschienen.

Es ist in mehrfacher Hinsicht neuartig: Erstmals äußern sich hier erfahrene Frauenärztinnen dazu, wie sie ihre Patientinnen behandeln unter der Maßgabe, wie sie selbst als potentielle Patientinnen behandelt zu werden wünschen. Es wird eine kommunikative Kompetenz vermittelt, die Frauen berät, ohne sie zu manipulieren oder zu bevormunden. Auch alltägliche Frauenthemen wie Dysmenorrhoe und Scheideninfektionen werden gebührend beachtet. Erstmals wird sexuelle Gewalt gegen Frauen in einem gynäkologischen Fachbuch enttabuisiert. Erstmals vermittelt ein Gynäkologiebuch eine Anleitung zur nüchternen Bewertung von wissenschaftlichen Publikationen nach den Kriterien der evidenzbasierten Medizin. Der Psychosomatik wird kein Sonderartikel am Rande eingeräumt; sie ist selbstverständlich in jedes Kapitel integriert. Frauen wird dieses Buch ansprechen, weil sie sich selbst darin wiederfinden. Männliche Fachkollegen werden für das Verständnis ihrer Patientinnen von der Sicht der Frauen profitieren.

In 3 Bänden. Gebunden. In Schuber. Band 1: 954 Seiten. Band 2: 1150 Seiten. Registerband: 89 Seiten. Fr. 350.- / Euro 245.- , ISBN 3-7965-1600-9
Schwabe AG, Steinentorstr.13, CH 4010 Basel, Tel. 0041-612789565, Fax. –66, verlag@schwabe.ch, http://www.schwabe.ch

Neue Zeitschrift: Psycho-Social-Medicine
Seit dem 1. Juli 2004 ist als erste fachspezifische Zeitschrift innerhalb der Plattform german medical science das e-journal Psycho-Social-Medicine (p-s-m) online erschienen. Als interdisziplinäres Publikationsorgan wird p-s-m von 10 deutschen wissenschaftlichen Fachgesellschaften aus den Bereichen Medizinische Psychologie und Soziologie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin, Psychotherapie und Verhaltensmedizin herausgegeben. p-s-m bietet Wissenschaftlern auf dem Gebiet der psychosozialen Medizin die Gelegenheit, ihre Forschungsergebnisse online zu publizieren. Alle akzeptierten Beiträge werden auf Englisch publiziert.

Die Schriftleitung, bestehend aus Prof.Dr.med. Chr. Hermann-Lingen (Psychosomatische Medizin und Psychotherapie), Prof.Dr.med. J.v. Troschke (Medizinische Soziologie) und Prof.Dr.med. W. Gaebel (Psychiatrie und Psychotherapie) lädt alle AutorInnen aus den psychosozialen Fächern in der Medizin ein, ihre Beiträge zur Veröffentlichung in p-s-m einzureichen. Diese Ausgabe ist zugänglich über http://www.p-s-m.org.
Da ein Reviewverfahren in den Fachgesellschaften vorgesehen ist, wäre das Einreichen von Beiträgen möglich über die Allgemeine Ärztliche Gesellschaft für Psychotherapie e.V. (AÄGP); Vorsitzende Prof.Dr.M. Neises, Prof.Dr. K. Liebertz und Dr. Emma Auch-Dorsch.
Speziell hinweisen möchten wir auf einen Beitrag von Frau Buddeberg-Fischer D. et al. zum Thema „career support in medicine“. Insgesamt sind mittlerweile acht Beiträge publiziert.

Ralf Ott & Christiane Eichenberg (Hrsg.):
Klinische Psychologie und Internet: Potenziale für klinische Praxis, Intervention, Psychotherapie und Forschung.

Hogrefe, Göttingen: http://www.hogrefe.de/buch/isbn/3-8017-1606-6.html
Reihe: Internet und Psychologie: Neue Medien in der Psychologie – Band 6, 2003, 421 S., Euro 34,95 / sFr 59,00 ISBN: 3-8017-1606-6

Das Internet ist in den letzten Jahren zu einem fast schon alltäglichen Kommunikations- und Informationsmedium geworden. Nach der Analyse der Effekte und Einflüsse, die das Internet als Werkzeug und als Medium auf die Klinische Psychologie hat, wird in diesem Band die Bedeutung des Internet als Informationsmedium dargestellt. Hierzu werden z.B. relevante Internet-Ressourcen zur Verhaltensmedizin, zur Kinder- und Jugendpsychiatrie und zur Psychoanalyse vorgestellt. Das Internet als Kommunikationsmedium, welches dazu genutzt werden kann, bestimmte Bestandteile eines klinisch-psychologischen Interventionsprozesses zu unterstützen, ist Thema mehrerer Beiträge zur Online-Beratung,-Psychotherapie und –Selbsthilfe. Schließlich kann das Internet den Forschungsprozeß erleichtern und unterstützen. Hierzu werden im letzten Teil des Bandes spezielle Forschungsaspekte diskutiert, z.B. die Datenerhebung im Netz oder die Außendarstellung von Kliniken im Internet.

Wechseljahre multidisziplinär.
Was wollen Frauen – was brauchen Frauen ?
Ingeborg Jahn (Hsg.), Jan. 2004, Schriftenreihe zur Gesundheitsanalyse, Band 28

Im Februar 2003 fand in Bremen der Kongress Wechseljahre multidisziplinär statt. Jetzt liegt der gleichnamige Konferenzband mit aktualisierten Beiträgen im Rahmen der GEK-Edition vor.
27 Autorinnen und 2 Autoren aus verschiedenen Wissenschaftsgebieten und Berufsfeldern beleuchten das Thema Wechseljahre. Der Band gibt Einblick in die gynäkologische Beratungspraxis und geht das Tabuthema Sexualität im Alter an. Gefragt wird nach der kulturellen Prägung der hormonellen Umbruchsphase und kritisch beleuchtet wird hormonelle Therapie. Weitere Informationen unter http://www.gek.de/ und http://www.wechseljahre.uni-bremen.de

Petra Kolip, Gerd Glaeske, Jens Bucksch, Helga Strube: Wechseljahre, was Frauen wissen wollen.
Das Buch gibt Frauen nicht nur einen Überblick über die körperlichen Signale der Wechseljahre, es setzt sich auch mit dem Umgang in anderen Kulturen auseinander. Die AutorInnen widmen sich der Frage, welche nicht medikamentösen Maßnahmen Beschwerden lindern können, beleuchten das Für und Wider der Hormontherapie und stellen naturheilkundliche Mittel vor. Der Ratgeber hält außerdem Tipps bereit, wie sich Frauen mittels gesunder Ernährung und Bewegung besser gegen Osteoporose und Herz-Kreislauf –Krankheiten schützen können.
Bestelladresse: Verbraucherzentrale RW, Zentralversand Adersstr. 78, 40215 Düsseldorf, E-mail: publikationen@vz-nrw.de, Tel.Nr. 0180 / 5001433, Fax. 0211 / 3809-235
Bd. 28 der GEK-Edition, ISBN: 3-537-44028-6

Studie: „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland
Die Studie bietet erstmals ein umfassendes und repräsentatives Bild über Ausmaß, Hintergründe und Folgen von Gewalt gegen Frauen in Deutschland. Die Kurzfassung der Studie steht im Internet unter: http://www.bmfsfj.de/Kategorien/forschungsnetz.html zum download zur Verfügung.

Studie „Gemeinsam gegen häusliche Gewalt: Kooperation, Intervention, Begleitforschung Ziel der Studie war es, die Qualität bei der Unterstützung von gewaltbetroffenen Frauen in der Praxis zu verbessern. Die Studie beschreibt unterschiedliche interdisziplinäre Interventions-und Kooperationsmodelle gegen häusliche Gewalt in Zielsetzung, Struktur und Aktivitäten und zeigt Zusammenhänge zwischen Start- und Umsetzungsbedingungen auf.
Die Kurzfassung der Studie in englischer Sprache steht im Internet: http://www.bmfsfj.de/Kategorien/forschungsnetz.html zum Download.

Alkohol in Schwangerschaft und Stillzeit:
Eine neu erschienene Broschüre "Kind trinkt mit" liegt vor. Diese wurde im Rahmen des Selbsthilfeprojektes in Zusammenarbeit zwischen dem Deutschen Guttemplerorden (I.O.G.T.) e.V. und dem BKK-Bundesverband erstellt. In Deutschland werden immer noch ca. 2200 Kinder im Jahr mit schwerwiegenden Schädigungen geboren, die durch Alkoholkonsum während der Schwangerschaft verursacht worden sind. Die Zahl der Kinder, die ohne körperliche Fehlbildungen, dafür aber mit geistigen Defiziten und Verhaltensstörungen in Deutschland geboren werden, wird offiziell bis zu 15000 geschätzt. Mit der Broschüre sollen Multiplikatoren in unterschiedlichen Settings, z.B. die Suchtselbsthilfeschulen, Kliniken, Arztpraxen und Jugendämter angesprochen werden. Die Broschüre und die dazugehörigen Materialien bieten Informationen zum Thema und können die Basis für Informationsveranstaltungen bzw. Vorträge zum Thema sein. Die Broschüre kann angefordert werden im Bundesverband der Betriebskrankenkassen BKK BV, 2131 "Gesundheitsförderung und Selbsthilfe", Frau Petra Schulte / Frau Petra Schöer, Kronprinzenstr. 6, 45128 Essen, Fax-Nr. 0201 179 1014

Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 20.
Robert-Koch-Institut, Statistisches Bundesamt.
Bernhard Strauss, Karla Beyer, unter Mitarbeit von Kathrin Henning, Ines Hoppe und Wolfgang Starker. ISBN 3-89606-151-8

Hygiene in Klinik und Praxis
Herausgegeben vom Arbeitskreis "Krankenhaushygiene" der AWMF. Wissenschaftliche Leitung: Dr.med. Hans Rudolph, mhp-Verlag Wiesbaden. 2004 ISBN 3-88681-069-0
Euro 14,80

Gerhard S. Barolin, Integrierte Psychotherapie.
Die neue alte Herausforderung für Theorie und Praxis, ca. 580 Seiten. Euro 46.-
ISBN 3-89334-419-5 , http://www.asanger.de

BVMed – Bundesverband Medizintechnologie e.V. Gesundheitssystem – Manualleitfaden für eine lokale und dezentrale Marktetablierung innovativer und neuer Medizinprodukte.
Bundesverband Medizintechnologie e.V. Info@bvmed.de

Internet-Portal „Frauen und Psychiatrie“
(http://www.frauen-und-psychiatrie.de)
Autoren: Dr.Anke Rohde, Gynäkologische Psychosomatik, Universitätsfrauenklinik Bonn; Dr.Christoph Schaefer, Pharmakovigilanz-und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie, Berlin. Thieme-Verlag, Stuttgart

Es handelt sich dabei um eine leicht zugängliche Internet-Datenbank in der aktuelle Informationen zu frauenspezifischen psychischen Störungen, zu den verschiedenen Aspekten der weiblichen Reproduktion sowie alle verfügbaren Informationen zum Einsatz von Psychopharmaka in der Schwangerschaft und Stillzeit online verfügbar sind. Es gibt einen „Fachteil“ (Zugang über DocCheck-Passwort) und einen frei zugänglichen „Publikums-Teil“. Da in der Praxis ein besonderes Informationsbedürfnis besteht bezüglich des Einsatzes der neueren Psychopharmaka in Schwangerschaft und Stillzeit, stehen diese im Mittelpunkt des Internet-Portals. Für etwa 20 verschiedene Substanzen sind alle aktuellen Informationen zu Verläufen in der Schwangerschaft, Übergang in die Muttermilch, teratogenen und fetotoxischen Einflüssen, Auswirkungen auf den Menstruationszyklus und Prolaktinspiegels sowie Fragen im Zusammenhang mit der Kontrazeption dargestellt. Da keine Studien mit schwangeren Patientinnen durchgeführt werden können, können Informationen zu Teratogenität und Fetotoxizität nur über die Sammlung von klinischen Daten zusammengestellt werden. Deshalb bietet dieses Internet-Portal eine einfache Möglichkeit, Schwangerschaften unter Medikation (nicht nur Psychopharmaka) direkt online zu melden; Diese Informationen gehen an das Berliner Institut und beim Vorhandensein von Verlaufsdaten werden diese an das Europäische Schwangerschaftsregister gemeldet.

Von Berlin aus kann auch, mit Einverständnis der Patientin, die weitere prospektive Dokumentation der Schwangerschaft erfolgen. Die Meldung sollte so früh wie möglich in der Schwangerschaft erfolgen und vor allen Dingen nicht nur problembehaftete Schwangerschaften oder Fehlbildungen erfassen, sondern auch unkomplizierte Verläufe.

BRIGITTE – Untersuchung: Wie gut sind unsere Frauenärzte? http://www.presseportal.de/story.htx?nr=600280&firmaid=6788


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