Arbeitsgruppe "Die schwangere Frau" oder "Mann, oh Mann..."

verfasst von

Brigitte Kutalek-Mitschitczek


Gruppenleitung: Dr.Michael Burger/Dr.Inge Frech

Der Titel dieser Arbeitsgruppe "Die schwangere Frau" oder "Mann, oh Mann..." beschreibt bereits vollends das Erleben dieser Gruppe. Es waren vorwiegend Frauen anwesend und außer einem männlichen Moderator hat sich noch ein Gynäkologe in die Runde getraut. Nachdem wir zu Beginn aufgefordert wurden neun Minuten gedankenschwanger durch den Garten zu wandeln waren wir sofort mitten drinnen und beim Thema. Die zweite Aufgabe war es Vorurteile Mann/Frau aufzuschreiben, und die gab es ausreichend auf beiden Seiten. Ist das Gebären nun Frauensache oder Männersache, oder gibt es ein Gemeinsames? Viele grundsätzliche Fragen, die nicht so einfach zu beantworten sind, gab es zu diskutieren. Als es um das absolute Minimum bei der Geburt ging, von der Einheit Mutter-Kind, von Leben und Tod, wurden es in der "Frauen-ein Mann Runde" sehr emotionell, auch positionierte sich der männliche Coatch ebenso. "Wenn es um das geht, ist es am besten der Mann hat damit nichts zu tun" so ähnlich eine Aussage.....(vielleicht macht genau dieses Unberechenbare Männern angst oder machtlos?)

Nun, das Wissen um diese elementare Kraft und das Erleben und Spüren des "Über die Grenzen gehen müssen" macht trotz aller Hilfestellungen, die Mutter-Kind-Einheit einsam, weil diese Erfahrung in dem Moment der Geburt nicht geteilt werden kann. Die emotionell am engsten Verbunde in diesem Erleben, ist wahrscheinlich die eigene Mutter. So ist auch zu verstehen, daß gerade die Hebamme eine wichtige Ersatzfunktion in der Unterstützung der Gebärenden sein kann.

Ob Frauen Ihre Partner bei der Geburt dabei haben möchten, wird sich weiter aus dem Verständnis des Gebärens und dem kulturellen Hintergrund der Frauen ergeben. Die Anwesenheit für den Mann während der Geburt bedeutet einerseits für Ihn einen guten Einstieg in seine neue Rolle als Vater und anderseits das annähernde Verstehen, was es für eine Frau bedeutet, ein Kind auf die Welt zu bringen.

Eine weitere interessante Frage wurde noch aufgeworfen: Wie gehen wir als Mutter/Frau/Hebamme/Ärztin oder Mann/Vater/Arzt mit den verschiedenen Rollenbildern um, gerade bei unserer Arbeit im Kreissaal oder in der Betreuung und Beratung in unseren Arzt-, und Hebammenpraxen? Ich kann mir gut vorstellen, daß diese Fragen in Ottenstein eine Fortsetzung haben können.


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